Archive for the ‘Kräuter’ Category

Eigene Katzenminze

Fast am verzweifeln war ich, weil im Regelfall die Versuche Katzenminze aus Samen zu ziehen gehörige Flopps waren. Im glücklichsten (wenn auch seltenen Fall) zeigte sich etwas grün, welches dann wieder ruckzuck weg war. Mal waren es wohl Schnecken, dann haben die Marder wohl damit gespielt wie es aussah, aber wirkliche Freude hatte ich daran nie weil sie nie starke Pflanzen wurden, es waren eher kleine „Rühr-mich-nicht-an“.

Nun, einige Jahre habe ich diesen Gedanken brach liegen lassen, habe ich doch kräftige Catnippflanzen im Garten. Gerade mal vor ca. 4 Wochen hatte ich radikal alles verblühte abgeschnitten und schon wieder ist die blühende Pracht da.

So, die abgeschnittene verblühten „Stengel“ über Erde rieseln lassen und gerade mal ein paar Tage später wurde es grün.

Mehrfach habe ich gelesen, dass Katzenminze neben Rosen schön aussieht, nun, dann habe ich ja nun beste Chancen das zu testen …

Zitronenthymian

Übrigens ist Zitronenthymian einfach eine Variante des Thymians, die einen intensiv zitronigen Duft ausströmt und sich wunderbar zum Würzen von Fleisch eignet. Aber es ist auch einfach nur schön, den Duft im Garten zu genießen, so meinen wohl meine Katzen, denen der Geruch sehr behagt.

Oftmals ist Zitronenthymian wüchsiger als der normale wenn bespw. der Boden nicht optimal für Kräuter beschaffen ist, weil vielleicht zu lehmig, nass und nährstoffreich). Auch sind die Blätter sind vom Zitronenthymian größer.

Am besten gedeihen sie an (voll-)sonnigen Plätzen. Das Substrat sollte einen leicht basisch bis neutralen pH-Wert haben und sollte durchlässig und kiesig sein. Zitronen-Thymian eignet sich auch für Zimmerkultur, wobei er täglich mindestens 5 Stunden direkte Sonne benötigt. Die Pflanze wächst als niedriger Halbstrauch, wobei die Stängel eher niederliegen und verholzen. Übrigens ist der Zitronen-Thymian eine Kreuzung aus Feldthymian und Echten Thymian.

Zu ernten wird es wohl beim Thymian am einfachsten sein, den Stiel festzuhalten und mit zwei Fingern an ihm entlang zu fahren. Möglich ist auch die Ästchen abzuschneiden, zu trocknen und sie dann den Speisen beizufügen, Hölzchen raus und fertig.

Ein anderer Weg ist einfrieren: die abgeschnittenen Zweige in einer Tüte im Ganzen einfrieren. Dann die Tüte zwischen den Händen rubbeln. Die Blättchen fallen ab und bilden den Bodensatz in der Tüte, die Zweige liegen obenauf und können rausgenommen werden. Tüte wieder in den Tiefkühlschrank und fertig ist die Würzfreude.



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Salbei

Er steht seit rund 2 Jahren hier an meinem Hexenhaus, der Salbei, und dabei so ziemlich „untergegangen“ aber still und heimlich hat er sich in den schlechtesten Wohnverhältnissen eingelebt.

Wer so standhaft ist, der verdient einen schöneren Platz, umgetopft und nunmehr doch viel besser behütet. Deshalb steht er nun in bester Kräuterumgebung an meinem Naturkratzbaum. Die Katzen haben mit ihm weniger „am Hut“ mit diesem über das ganze Jahr grünen etwa 60 cm hohen Halbstrauch mit verholzenden Trieben. Er besitzt längliche, olivgrau bis grünlich gefärbte, dicht behaarte und netznervige Blätter. Ab April habe ich violette Blüten erhalten, es gibt aber ebenso weiße oder rosafarbene Blüten.

Ich will versuchen ihm einen sonnig warmen Standort und gut durchlässigen, kalk- und mineralreichen Boden mit nicht zu hohem Humusgehalt zu geben.

Ausgesät wird ab Mitte Mai ins Freiland an einen sonnig warmen Platz und vereinzelt die Jungpflanzen auf 30 – 40 cm Abstand. Ab März ist auch eine Vorkultur am Zimmerfenster möglich. Vermehrt werden kann durch Teilung, Absenker und Stecklinge. Salbei lässt sich wie bei mir über die Jahre auch gut im Topf kultivieren.

Die Pflanze sollte im Frühjahr zurückschnitten und im Winter mit Reisig o.ä. Materialien vor Frost geschützt werden.

Geerntet werden die jungen frischen Blätter von Mai bis November. Zum Trocknen sind die Pflanzen kurz vor der Blüte etwa 10 – 15 cm über dem Boden abzuschneiden.

Er ist sehr aromatisch und in der italienischen Küche sehr beliebt. Besonders zu empfehlen für Hackfleisch- oder Geflügelfüllungen, Suppen, Käse, Fisch, Fleisch und Leber. Wichtig ist dabei aber immer nur ganz vorsichtig den Salbei beizugeben um den Gerichten keinen unangenehmen Beigeschmack zu verpassen.



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Oregano

ist ein mehrjähriges Gewürzkraut, von dem ich gespannt bin, wie es am Naturkratzbaum gedeiht und was meine Katzen von ihm halten. Er ist eine dekorative Pflanze mit einem verzweigten Wurzelstock, aus dem später verholzende Ausläufer resultieren. An den 40 – 60 cm hohen vierkantigen, rötlich braunen Stängeln sitzen kleine eiförmige Blättchen, die fein behaart sind. Von Juli bis September ist der dichte Busch mit zahllosen rosa- purpurfarbenen Blüten besetzt.

Ich will versuchen dem Oregano einen sonnig warmen Standortzu geben mit durchlässigem, trockenen Boden, der eher leicht und mager sein sollte. Ich hoffe, dass bei diesen Wünschen ein großer Terracottatopf ebenso ankommt wie bei meinem Estragon.

Ab April wird in Schalen mit Anzuchterde das Saatgut eingepflanzt, ich selber habe eine Jungpflanze gekauft. Die Keimung dauert je nach Temperatur 2 – 4 Wochen. Jungpflanzen dürfen nicht vor Mai an einen sonnigen Platz im Freiland. Da die Pflanze sich rasch ausbreitet sind 1 -2 vorkultivierte Jungpflanzen ausreichend. Auch eine Vermehrung durch Stecklinge und Wurzelausläufer ist möglich.

Nach dem Winter 2009/2010 benötigen die Pflänzchen bei mir mit Sicherheit einen leichten Winterschutz – bei mir durch Kaffeesäcke aus Jute oder aber Verpackung mit Luftpolsterfolie.
Im Frühjahr werden die Triebe (wenn sie durch den Winter gekommen sein sollten) bis dicht über dem Boden zurückgeschnitten.

Ernte
Geerntet werden die frischen Blätter und jungen Triebspitzen vom späten Frühjahr bis zum Herbst. Die Würzkraft ist während der Blüte am intensivsten, daher sind auch in dieser Zeit Sträuße zum Trocknen zu schneiden.

Eingesetzt wird es sehr gerne und häufig in italienischen Gerichten aller Art, sowie für Tomatengerichte, Schweine- und Lammfleisch, Saucen, Suppen, Eintopfgerichte, Aufläufe und Nudelsaucen.

Estragon

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich ihn zwar angepflanzt habe, aber nie als Küchenkräuter verwendet habe. Und das, obwohl der Estragon dafür sehr bekannt ist und vor allen Dingen in der französischen und italienischen Küche gern verwendet wird.

Diese Verwendung verdankt er nicht nur seinem Geschmacks, sondern vor allen Dingen seiner beruhigenden Wirkung auf die Verdauungsorgane.

Auch mir war gänzlich unbekannt, wie hoch seine Heilwirkung sein kann und wie effektiv er als Heilpflanze eingesetzt werden kann. Sollte also für die Katzen (die sich ja die Kräuter ihrer Gesundung selber suchen) in die Kräuterleiter eingebaut werden.

In der herkömmlichen Medizin kommt er nicht mehr zum Einsatz, weil der Stoff Estragon nicht so ganz einfach zu kalkulieren ist. Anders in der Heilkunde.

Er wird eingesetzt für die Verdauung, wo vor allen Dingen die Stärkung der Verdauungsorgane. Durch die in ihm vorhandenen Bitterstoff regt er die Bildung der Magensäfte an. Daher wird er gerne als Gewürz von schweren Speisen verwendet.

Die ätherischen Öle des Estragons helfen gegen Blähungen. Dazu kann man einen Tee aus dem Estragon trinken. Auch wenn nach längerer Krankheit der Appetit verlorengegangen ist, kann Estragon-Tee helfen.

Auch gegen Schluckauf soll der Estragon helfen, wenn man die frischen Blätter kaut.

Selbst gegen Wurmbefall soll der Estragon helfen können, wenn man reichlich Estragon-Tee trinkt.

Er soll Stoffwechsel anregend wirken. Sowie als Tee getrunken kann der Estragon auch die Tätigkeit der Nieren fördern und den Stoffwechsel anregen.

Heilwirkung: beruhigend,
harntreibend,
schmerzstillend,
Husten,
Fieber,
Rekonvaleszenz,
Appetitlosigkeit,
Blähungen,
Magenschwäche,
Übelkeit,
Schluckauf,
Würmer,
Gallenschwäche,
Nieren anregend,
Ödeme,
Stoffwechsel fördernd,
Rheuma,
Gicht,
Vitamin C Mangel,
Frühjahrsmüdigkeit,
Nervosität,
Schlaflosigkeit,
Zahnschmerzen,
Menstruations fördernd,
Wechseljahrsbeschwerden,
Muskelkrämpfe,

wissenschaftlicher Name: Artemisia dracunculus
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Tarragon
volkstümliche Namen: Bertram, Biertram, Drabenkraut, Drachantkraut, Dragon, Dragonellikraut, Dragunwermut, Drakonkraut, Eierkraut, Escadron, Kaisersalat, Schlangenkraut, Trabenkraut, Trachant
Verwendete Pflanzenteile: blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Asparagin, Beta-Sitosterol, Carvon, Cumarine, Estragol, Eugenol, Gerbstoff, Glutaminsäure, Kalium, Kampfer, Jod, Limonen, Menthol, Phenol, Phytosterole, Salizylsäure, Thujon, Umbelliferon, Vitamin C, Zink

Da ich selber so gut nicht informiert bin habe ich einen Großteil dieser Informationen von http://www.heilkraeuter.de/lexikon/estragon.htm entnommen.



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Nepeta nervosa, eine Katzenminze und Wermut

Nepeta nervosa ist eine anspruchslose Katzenminzeart (oben links und unten rechts), auch für trockene Böden. Diese bisher weniger bekannte Art, bekommt dichte blaue Blütenähren und erreicht eine Höhe von ca. 30 cm, wenn eben meine Katzen es den Katzenminzenpflänzchen erlauben….
Denn sie ist aufgrund ihres herrlichen Duftes und der beruhigenden Wirkung äußerst beliebt bei der Rasselbande. Übrigens kann diese Katzenminze auch für einen Teeaufguss verwenden und bei Fieber sowie Magenverstimmung eingesetzt werden.

Kaufmöglichkeit durch einen Klick auf das Pflanzenbild:



Da wir ja schon bei Magenverstimmungen sind steht gleich dabei eine Wermutpflanze, von der ich hoffe, dass sie anwächst. Als jemand, der keine Ahnung hat, habe ich diesen Ableger im Frühjahr abgestochen und nicht – wie es richtig wäre – im Herbst.
Wermut (unten links) ist ein aufrechtwachsender Halbstrauch mit silbergrauer, stark duftender Belaubung. Ein altbekanntes Gewürz und Heilpflanze, die problemlos im Beet oder im Balkonkasten wächst. In diesem Jahr habe ich auch erstmalig die Anzuckt über Samen versucht … mal sehen, was dabei heraus kommt.

Die Katzenminze Nepeta Nervosa ist im Juli 2008 die größte, blühkräftigste und wohl unempfindlichste Sorte der Katzenminze, die ich hier angepflanzt habe. Die Anzucht aus Samen ist mal wieder leidlich schief gegangen. Dafür also habe ich keinen grünen Daumen 😉

Während meine Anzucht aus Samen nichts wurde, sind doch einige Exemplare der Jungpflanzen recht gut angewachsen. Am 29.9.2008 sah eine davon so aus:

Echte Kamille

„Man(n)/Frau“ kennt sie und hat sie. Nur ich – trotz meiner vielen Kräuter im Katzenasyl – nicht.

Das sollte ich spätestens jetzt durch die Kräuterleiter ändern, damit diese durch etwas Blühendes interessanter wird.

Ein mehrjähriges Heilkraut, auch Matricaria recutita genannt.

Kamille ist eines der ältesten und meistgebrauchten Heilmittel, sie darf daher in keinem Kräutergarten fehlen. Medizinisch werden die Blütenköpfe verwendet, getrocknet an einem luftigen, schattigen, trockenen Ort. Der beste Zeitpunkt zum Sammeln liegt 3–5 Tage nach dem Aufblühen.

Verwendung: Als Tee bei Magenbeschwerden (3 x täglich, 1 Tasse ungesüßt) eventuell in Kombination mit Zitronenmelisse. Äusserliche Anwendung: Bei Entzündungen von Schleimhäuten und Wunden feuchte Umschläge oder Baden im Kamille-Aufguss oder im Dampfbad (besonders wirksam gegen Erkältung und Schnupfen). Kamille darf nicht mit Pfefferminze zusammen wachsen.

Kurzkulturanleitung:

Aussaat:
im Frühjahr an Ort und Stelle

Reihenabstand:
25 cm

Saattiefe:
flach bedecken, gut feucht halten (Lichtkeimer)

Keimdauer:
15 – 20 Tage bei 10 – 20°C

Erntezeit:
August – Oktober


Diese, und viele weitere Samen, von denen ich hier noch berichten werde, habe ich bezogen vom Samenhaus. Das Samenhaus vertreibt SPERLI Samenmischungen für Garten oder Balkon. Nachdem ich in all‘ den Jahren in diversen Supermärkten und Baumärkte die Samen gekauft haben, die dort „eben“ vorrätig waren, so habe ich hier eine große Auswahl und Preise, die unter dem Supermarkt/Baumarkt-Niveau liegen.


Irgendwie klappt das nicht so richtig mit den Samen der echten Kamille, nach nunmehr vielen Wochen zeigt sich wohl das erste Grün, aber so richtig nach „ERfolg“ sieht das nicht aus. Umso mehr freute ich mich, als ich von einem Teenager diesen Strauß wilder Kamille überreicht bekam. Er wollte mir auf die Schnelle einen Strauß pflücken und hatte vergessen die Wurzeln zu entfernen 😉



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