Archive for the ‘Palmen und Exoten’ Category

Olivenbäumchen

ich konnte nicht anders, als diesen kleinen Gesellen mit nach Hause zu nehmen. Das wichtigste wird bei ihm – der auch pralle Sonne verträgt – sein dass er im Winter nicht unter 10 Grad gestellt wird.

Es soll einen schnellen Wuchs besitzen, dieses Pflänzchen aus dem Mittelmeerraum. Wodurch ein regelmässiges Beschneiden möglich und notwendig ist. Aus den einzelnen, beschnittenen Trieben entstehen dann zwei Astverzweigungen. Da die Ästchen leicht sind sind keine Spezialwerkzeuge bzw. Spezialscheren erforderlich. Wer kreativ ist, kann ihn (ähnlich wie einen Buchsbaum) in Form bringen.

In besonders günstigen – aber seltenen – Fällen werden sie 15 m groß, deshalb sind sie als Kübelpflanzen sehr beliebt und zieren Terassen und Gärten.

Sie ist eine der Pflanzen, die bei guter Pflege Früchte verschenkt. Pflegeleicht wie er sein dürfte (und aus trockenen Klimazonen stammt) dürfte er es uns verzeihen, wenn wir mal das gießen vergessen haben sollten.
Bei meiner Pflegeanleitung, Miniform aus dem Handel, steht jedoch „Früchte nicht zum Verzehr geeignet“.

Es handelt sich um die Sorte „Olea europaea“, die schon seit Urzeiten kultiviert wird. Somit aber nur eine Oberbezeichnung, nun, die Zeit wird es zeigen….

Düngen ist eine Sache, über die er sich freut, die aber nicht für sein Überleben notwendig ist. Üblicher Pflanzendünger, erstmalig nach drei Monaten, dann monatlich dürfte ihm vorkommen wie ein nettes Dessert.

Ein wachsames Auge sollte man/frau lediglich haben wenn es um das Auftauchen von Olivenfliegen gehen sollte, die sich in den reifen Früchten einnisten.

Bei frischen Oliven vom Baum am besten sofort das Fruchtfleisch entfernen, damit es bei nicht idealer Lagerung nicht fualt oder schimmelig wird. Unter einem Baum gefundene Samen sind diesbezüglich nicht so anfällig, weil das Fruchtfleisch meistens schon mehr oder minder eingetrocknet ist. Kurz vor dem Auspflanzen wird aber in jedem Fall das Fruchtfleisch entfernt. Ausnahme: Bereits gekeimte Samen.


Kübel-Pflanzen – ob winterharte Banane, Paradiesvogelblume oder viele echte Palmen-Raritäten. Entdecken Sie die Auswahl von BALDUR-Garten.de – hier klicken!

Mandarinenbaum

Clementinen (von denen ich „eigentlich“ dachte, dass sie ohne Kerne sind) und Mandarinen sind nun gerade in der Hauptsaison. Was spricht also dagegen, um auf des Pudels – pardon Mandarinchens – Kern zu kommen diese Mandarinenkerne in die Erde zu setzen um (mit Glück) stolzer Besitzer eines Mandarinenbäumchens zu werden?

Diese Kerne sollten einen warmen Platz erhalten, leicht feucht gehalten werden und könnten so in etwa 4 bis 8 Wochen mit den ersten Trieben der Sonne entgegen sehen können. Je mehr Kerne eingepflanzt werden, desto größer (logischerweise) die Chance auf Pflänzchen.

Ich selber habe die Kerne abgewaschen und dann sofort auf in einen Blumentopf gesetzt. Es scheint jedoch auch ohne vorhergehende Reinigung der Kerne zu funktionieren.
mandarinenbaum
Scheinbar ist es möglich, dass aus Samen gezogene Zitruspflanzen angeblich nach ca. 10 Jahren essbare Früchte bekommen, aber anscheinend gibt es da öfters Probleme und die Blüten kommen erst gar nicht.

Im Gegensatz dazu können aus Samen gezogene Limetten eventuell schon nach nach ein bis zwei Jahren blühen!
Zitronen, Mandarinen, Orangen, Grapefruit brauchen Zeit, aber es sind ja schließlich auch schöne Pflanzen!

Sollten die Bäumchen mit Erfolg gezogen worden sein und nur in die Höhe schießen, so können sie 30 cm über dem Boden abgeschnitten werden, damit sie buschig werden.

Zuweilen werden diese Pflanzen von Blattläusen oder Spinnmilben befallen, oft hilft dann das einsprühen mit Spühlwasser ein. Dabei schütze jedoch den Topf mit einem Handtuch, damit nichts von diesem Spülwasser in die Erde kommt.

Phönixpalme – Dattelpalme

Eine kleine, sehr schlanke Phoenix-Art mit maximal 10 cm starken, rauen Stämmen und einer runden Krone aus bis zu 1m langen, weichen, flexiblen, sehr fein gefiederten Blättern. Die essbaren aber faden Datteln werden ca. 1 cm lang. Im Überschwemmungsbereich grosser tropischer Flüsse in Laos beheimatet. Als Zierpflanze hat sie weltweite Beliebtheit erreicht. Ihre Eigenschaften machen sie zu einer robusten Zimmer- oder Kübelpflanze. Die beste Dattelpalme fürs Zimmer, Lufttrockenheits- und Schattenverträglich.

Nach nunmehr drei Jahren hat sie zum ersten Mal geblüht, sehr unauffällig, fast nicht sichtbar gab es einen gelben „Fadenstrang mit einer Art Körnern“.

Dattelpalmen können auch relativ leicht aus Dattelkernen gezogen werden. Einfach in der Weihnachtszeit Datteln mit Kern kaufen und den Kern ins Wasser legen.

Pflanzen von Dattelpalmen in allen erdenklichen Größen und Arten gibt es beispielsweise hier bei Amazon. Die Samenkerne für Dattelpalmen können ebenfalls hier bezogen werden.

Mirabellis jalapa (Wunderblume)

Vielleicht, mit viel Glück, bringt sie in diesem Jahr schon BLüten. Die Samen kommen in „ganz normale“ Aussaaterde und werden ca 0,5-1 cm tief gesetzt und danach warm gestellt. Ich will es versuchen, bin mir aber im Klaren, dass es ein schwieriges Unterfangen wird.
Zumal meine Lichtverhältnisse hier im Haus miserabel sind.

Da es Pflanzen sind, die weniger Sonnenlichtbenötigen ist es vielleicht gerade genau die richtige Auswahl für diese „dunkle Hütte“?
Diese nachtaktive Blüten öffnen sich erst in den Abendstunden, trompetenförmigen langen Blüten.

Falls ich Erfolg haben sollte, werden sie an einem Ort, wie dem Katzenasyl stehen, in dem ich mehrfach täglich bin. Einzelne Blüte sind leider zuweilen schon am nächsten Tag wieder verblüht. Als Trost bieten sich jedoch immer weitere, neue, Blüten-Ansätze an.
Diese Pflanze muss dann jedoch für Katzen unerreichbar sein, da sie giftig ist! …Wurzeln und Samen sind giftig; lösen bei Einnahme Durchfall hervor, und können bei empfindlichen Personen zu Haut-Irritationen führen, wenn mit ihnen hantiert wird…ein heftiger Magenschmerz kann die Folge von Verzehr sein…

Oft ist es ein sattes Pink, weiß und helles Gelb – teils auch in einer Blüte gefleckt, die weißen haben zuweilen fast alle mehr oder weniger pinkfarbene Einflüsse.

Sie duften nicht aufdringelich, dennoch aber kräftig oder lieblich, je nach Art. Zumeist dürfte der Durchmesser der Blüten sich dabei auf drei bis vier Zentimeter weiten. Eine Pflanze soll lt. Recherchen bis über einen Meter hoch wachsen können.

Dazu ist aber wichtig, dass sie Platz hat, um sich zu enfalten.

Ich würde mich freuen, wenn ich von Juni bis Oktober wirklich Blüten bei dieser schnell wachsenden Wunderblume entdecken könnte.

Sollte dem dann so sein, dass diese Wunderblumen tatsächlich Blüten tragen, so müsste ich im September, Oktober Samen (erbsengroß und schwarz) absammeln.

Es sei allerdings auch möglich, die unterirdischen Knollen, wie bei z.B. Dahlien, im Herbst aus zu graben, um sie dann dunkel zu überwintern und dann im nächste Jahr, wenn es frostfrei sein sollte, wieder auszupflanzen….

Am 6.4.2008 habe ich einige, der doch recht festen Samen, für einige Stunden ins Wasser gelegt, um sie dann in zwei Töpfen ca. 2 cm oberhalb des Topfendes mit Erde zu bedecken. Sie stehen relativ dunkel, also auf keinen Fall im direkten Sonnenlicht.

Wunderblumenkerne, die einige Stunden im Wasser lagen, eingepflanzt am 6.4.2008
Der Exotenversand, der sich haupsächlich auf Frangipani, Adenium und andere exotische Pflanzen spezialisiert hat, hat mir diese Blumen geliefert.

Bereits eine Woche nach dem einsetzen der Samen kamen die Wunderblumen aus der Erde. Heute ist der 18. April, somit rund 12 Tage nach dem einpflanzen und die einzelnen Blumen sind rund 8 cm hoch.

Ich habe den Eindruck, es war keine gute Idee, die Pflanzen so lange im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen, die nun über zwei Wochen alt sind sind ca. 15 cm hoch und nach dem Einpflanzen ins Freiland ließen sie die Köpfe dauerhaft hängen. Es gab also nur die Möglichkeit, des schmerzhaften Rückschnittes.

Von Peggy habe ich ebenfalls noch Wunderblumen bekommen, die noch nicht so lange im Hause wachsen, diese habe ich heute ins Freiland – sprich in einen Topf – gesetzt. Mal sehen, ob es diesen Pflanzen leichter fällt.

Der Versuch, Wunderblumen vorzuziehen ging in die Hose. Sie wuchsen schnell, konnten sich dann aber nicht mehr ans Freie gewöhnen. Gott sei Dank hatte ich noch von Peggy einige Samen, die gleich im Freien gesetzt wurden und sich nun so, wie oben sichtbar, entwickelt haben.

Nachdem die ersten vorgezogenen Exemplare das Auspflanzen in die Freiluft nicht überlebt haben sind aber die Pflanzen schön geworden, die aus Samen im Freien gezogen wurden. Ich würde mich freuen, wenn der wenige Platz im Topf genügen sollte auch ein paar Blüten ans Tageslicht zu lassen.

Eukalyptusbaum

(Eucalyptus globulus), eine mehrjährige Pflanze, die nicht winterhart ist und eine Höhe bis zu 2 m erreichen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses ein schwereres Experiment für mich werden könnte…

Der echte Eucalyptusbaum ist nach seinen Ansprüchen mit dem Oleander vergleichbar. Wie dieser verträgt er keinen Frost, verbringt den Sommer als Kübelpflanze gern im Freien. Mit seinen blaugrün bereiften Blättern und dem intensiven Duft vermittelt er südliche Atmosphäre. Blüten sind bei uns nicht zu erwarten. In seiner Heimat wird er bis zu 100 Meter, bei uns nur etwa 2 Meter hoch, kann beschnitten werden.

Pflege
Nach der Keimung in 3 – 4 Wochen bei 15° – 18°C weiter kultivieren, bald in lehmige, nahrhafte Erde verpflanzen, für guten Wasserabzug sorgen, nicht zu feucht halten. Regelmäßig düngen. Kühl und fast trocken überwintern.

Aussaat
Ganzjährig im Zimmer oder Gewächshaus, vorzugsweise aber im Frühjahr in Aussaaterde

Saattiefe
0,5 cm

Keimdauer
14 – 21 Tage bei 22° – 25°C

Inhalt reicht für ca. 50 Pflanzen 2,70 Euro pro Päckchen


Diese, und viele weitere Samen, von denen ich hier noch berichten werde, habe ich bezogen vom Samenhaus. Das Samenhaus vertreibt SPERLI Samenmischungen für Garten oder Balkon. Nachdem ich in all‘ den Jahren in diversen Supermärkten und Baumärkte die Samen gekauft haben, die dort „eben“ vorrätig waren, so habe ich hier eine große Auswahl und Preise, die unter dem Supermarkt/Baumarkt-Niveau liegen.

So sieht der Eukalyptrusbaum am 11. April 2008 aus – rund zwei Wochen also nachdem die Samen in die Erde gebracht wurden.

Nachdem der Keimling nach zwei Wochen gut sichtbar war, wird er nun, nach vier Wochen, ins Freiland gesetzt. jedoch in einem Topf. Das Pflänzchen wirkt sehr filigiran, scheint aber dennoch – trotz dem kleinen Würzelchen – eine große Standfestigkeit zu besitzen.

Musca sikkimcusis mahlpur

Eine meiner geliebten Staudenarten, um deren Aufwachsen bzw. überleben ich bei meinen schlechten Lichtverhältnissen ziemlich kämpfe.

Die Himalaya Banane stammt aus dem Distrikt Manipur im Nor-Osten Indiens und ist dort bis zu einer Höhe von 1900 Metern anzutreffen. Diese Pflanze ist genauso kälteresistent wie die japanische Faserbanane, also bis nahezu -20 °C.

Diese Pflanzen sind zu finden in Kultur- als auch in Wildbeständen. Dort werden sie sogar 6 bis 7 m hoch. Ungewöhnlich für uns dürfte sein, dass die Blätter auf der Unterseite rötlich wirken, an älteren Blättern grün. Wobei die Oberseite einen kräftigen maronenfarbigen Streifen in sich tragen soll.

Eine sicher sehr dekorative Pflanze, wenn ich sie zum gedeihen bewegen kann. Vielleicht fällt es mir und den Samen bei dieser Sorte leichter schöne Ergebnisse zu bringen, da die höheren Standorte in Ukhrul (wo diese Bananenpflanze herkommt) regelmäßig durch leichte Fröste heimgesucht wird.


Übrigens, falls man-/frau es soweit bringen sollte: diese Staude produziert Früchte.

Der Exotenversand, der sich haupsächlich auf Frangipani, Adenium und andere exotische Pflanzen spezialisiert hat, bietet eine Superanleitung mit ganz vielen Inforamtionen zur Aufzucht von Bananen.

Wenn ich das so lesen, dann bekomme ich gehörigen Respekt vor denjenigen, denen eine Pflanzenaufzucht, geschweige denn Samenzucht, gelingt ….

Steinharte, graue, Kerne, auf denen eine Prinzessin bestimmt mehr Probleme bekommen würde als auf ihren, bestimmt unbequemen, Erbsen. Drei Tage in Wasser gelegt, werden sie demnächst eingepflanzt werden…

Hanfpalme

Die Hanfpalme kommt in tropischen bis sehr kalten Breiten vor. Beheimatet in gesamten China, Amerika, Europa …usw. Die eigentliche ursprüngliche Heimat lässt sich jedoch heute nicht mehr genau feststellen, da sie überall kultiviert wird.

Die T. Fortunei, gehört zur Unterfamilie Coryphoideae aus der Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Sie ist wie auch andere Hanfpalmenarten häufig längeren Frostperioden mit Eis und Schnee ausgesetzt und ist für unser Klima eine der robustesten und, mit bis zu 30-35 cm Stammwachstum, auch einer der wuchsfreudigsten Palmenarten überhaupt.

Sie übersteht Fröste bis -18°C. Bei noch niedrigeren Temperaturen verliert sie ihre Fächerblätter, treibt aber im nächsten Frühjahr ohne größere Probleme wieder aus. In Deutschland kann die Hanfpalme in allen Regionen ohne Schutz im Freien gepflanzt und überwintert werden. Bevorzugte Pflanzstellen sind jedoch windgeschützte Stellen im Garten oder Freiland.

Falls sie in das entsprechende Alter kommen sollte, so erreicht sie eine maximale Wuchshöhe von 12 bis 15 m. Die am häufigsten ausgepflanzte Palme in Europa, wohl auch bedingt durch die Tatsache, dass sie recht widerstandsfähig ist. Genau richtig also für mein Katzenasyl….

Auch als Kübelpflanze fühlt sie sich wohl, wobei es für sie am idealsten ist, wenn dabei ein durchlässiges und leicht saures Substrat verwendet wird. Ältere Exemplare vertragen auch reine Gartenerde. Die Hanfpalme mag gern Sonne; im Halbschatten wächst sie langsamer. Durch ausgiebiges Bewässern im Sommer lässt sich das Wachstum enorm anregen, sodass 50 cm Stammzuwachs oder mehr pro Jahr auch in unseren Breiten möglich sind.



Blaue Zwergpalme



Hanfpalme



unsichtbarer Counter