Christrosen

Die zweite Generation Christrosen, die aus Samen der Ursprungspflanze entstanden war sieht im Februar 2008, allerdings bei unüblichen 15 Grad, so aus:
christrose 
Leider habe ich in diesem Jahr erst im März die violetten Christrosen entdecken können.

christrose
Wir haben den 22. Januar 2008 und ausgesprochen milde Temperaturen haben wohl meine Christrosen bestochen sich ans Tageslicht zu arbeiten. Zuweilen gibt es Tage mit gerade 10 Grad, die Bambuspflanzen zeigen bereits erste neue Austriebe, und es regnet zwischendurch. Die Natur freut sich, falls es keinen erneuten Wintereinbruch 😉 geben sollte.

So begann es:
Hmm, was ist denn das? sieht aus wie eine Christrose, aber doch anders, Blätter ähnlich…. die Resultate einer australischen Samenmischung, die ich über nunmehr drei Jahre verfolgte, weil sie mir ausgesprochen gut gefallen haben.
christrosen
In den ersten Jahren waren die Blütenstände nur weiß, während im dritten Jahr ein ursprünglich weisses Pflänzchen ein rotes Mäntelchen anlegte.

Nun befinden wir uns im vierten Jahr und es handelt sich um einen sehr milden Januar 2008,  mit derzeit rund 11 Grad Tagestemperatur. Die ersten Köpfe arbeiten sich schon aus der Erde und ich freue mich, wenn die ersten Blüten sichtbar sein werden.
christrosen

Sie nennt sich die Gattung der Helleborus, zu deutsch Christrose, Schneerose oder Lenzrose, welche zwei Untergruppen besitzt. Einmal die nicht stammbildenden und die stammbildenden. Also solche Arten, mit und ohne oberirdischen Stamm.

Bei mir zuhause sein dürfte diese hier:
Helleborus argutifolius (Korsische Nieswurz)
Eine robuste, bei mir ca. 30 cm große, die aber wohl im Normalfall bis 80 cm hoch wird.Eine wüchsige Planze mit graugrünen, gezähnten, dreiteiligen Blättern. Völlig winterhart. Die grüngelben Blüten zieren von Februar bis Mai einen halbverholzten Stamm in Büscheln von 10-30 Glocken.

Eigentlich sind beheimatet am Schwarzen Meer, im Kaukasus und in Georgien. Dort blühen sie wohl den ganzen Winter, wie ich gelesen habe. Seine Hybriden gehören zu den auffälligsten Helleboruspflanzen, die in den letzten 20 Jahren stark an Popularität gewonnen haben. Begeisterte Pflanzenzüchter brachten eine fast unerschöpfliche Viefalt von Form und Farben hervor, die mit gezielten Kreuzungen noch ständig erweitert wird. Ihr einziger Nachteil ist, dass man sich bücken muß, um ihre Schönheit bewundern zu können, denn die Blüten hängen glockenförmig nach unten. Dass dies ihrer raschen Verbreitung in den Gärten keinen Abbruch tut, hat bestimmt mit der Faszination zu tun, die von dieser wandelbaren Helleborusart ausgeht.

Aus dieser Samenmischung waren bestimmt Nachkommen von Originalpflanzen gediehen. Durch Teilung vermehrte Pflanzen sind reinerbig wie am Originalstandort. Sämlinge verbastardieren zwar, sind aber bestimmt nicht weniger schön.

Nunmehr habe ich diese Pflanzen das 5. Jahr und konnte aus Samen Jungpflanzen an andere Stellen in der Nähe des Hauses verteilen. Diese blühten dann im zweiten Jahr.

So sehen mitte April die Blüten der Christrose aus. In den nächsten Wochen werden sich in den einzelnen Kapseln, siehe Kreis, jeweils einzelne Samenkapseln bilden. Diese platzen dann auf und die Samenkörner fallen in den Boden. Vermutlich wird es sein wie bei mir: zwei Jahre ungesehen und im dritten Jahr in Blütenpracht 🙂

Am 23.4.08 ist es noch zu früh. Die Samen sind nicht ausgereift, was wohl doch noch einige Wochen dauern wird. Ich habe eine Blüte abgenommen und eine der rund 5 Kapseln geöffnet. In dieser befanden sich ca. 5 – unreife – Samenkapseln.

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