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Igel in meinem Garten

In diesem Jahr sind es vier Stück, die sich sogar streicheln lassen. Oder sagen wir lieber, bei zweien haben wir es probiert und sie haben sich nicht einmal eingekugelt. Sie waren ja meine Stimme schon täglich gewöhnt.

Ihr Igelfutter schmeckt ihnen leider nicht so gut wie das Katzenfutter…. Schade, ich habe jetzt nämlich ganz viel hier, nachdem es ausverkauft war und ich schon wollte, dass die Rasselbande artgerecht ernährt wird. Dazu gehört auch ganz viel Wasser, was mir am wichtigsten erscheint. Die Näpfe sind täglich leer.

Meine riesigen Pflanzen und Blumen locken die Insekten an, darüber freuen sich die Igel. Mein Komposthofen ist nicht begrenzt und sie können darin wühlen (leider auch in meinen Pflanzkästen, die sie gehörig auseinander genommen haben). Das Naturkratzbaumareal ist für zwei von ihnen der bevorzugte Ort. Die beiden sind dort lieber als an der Katzenfutterstelle. Einer von beiden liegt auch ab und zu in einer Holzhütte, die ich nach seinem ersten, für mich sichtbaren, Besuch mit Heu befüllt habe.

Zu Tode erschrocken hatte ich mich ja, als meinem Moggele – dem ersten Igel – in einer Nacht drei weitere Tiere folgten, die alles andere als leise waren. Solche Geräusche konnte ich nicht zuordnen und es wurde mir warm und kalt gleichzeitig. Auch heute noch muss ich mit Taschenlampe in den Garten um keinen stacheligen Freund zu treten. Bei der großen Auswahl kann überall einer rumspringen. Denn langsam sind sie nicht! Ganz im Gegenteil: wenn sie auf die Futterstelle zu rennen, dann interessiert sie weder mein menschlicher Fuß noch meine Streunerkatzen, die gerne mit ihnen spielen würden.

Für Haustiere stellen Igel im Normalfall keine Gefahr da – weder für Hunde noch für Katzen. Bei mir fressen sogar Streunerkatzen und Igel friedlich nebeneinander. Es fehlt nämlich keiner der Kategorien etwas. Leider aber lieben die Igel das Katzenfutter mehr als das ihnen zugedachte Igelfutter 😉

Das Sehvermögen von Igeln hält sich sehr in Grenzen. Wohl deshalb durfte ich mich ihnen annähern. Dadurch, dass sie sehr gut hören haben sie sich wohl aber an meine Stimme gewöhnt und ich löse bei ihnen weder Angst noch Stachelkleid aus. Sie können ebenso gut fauchen und vor sich hin glucken wie manch ein anders Tier. Und leise sind sie dabei nicht!!! Durch ihr ausgesprochen gut ausgeprägtes Riechvermögen lockt Nahrung oder ein Artgenosse sie schnell an.

Laufkäfer, Regenwürmer und die Larven von Nachtschmetterlingen. Ohrwürmer sind eine besondere Delikatesse aber auch Schnecken, Hundert- und Tausendfüsser wie Spinnen und sonstige Insekten. Pflanzliche Nahrung nehmen Igel nur zufällig auf, etwa wenn an einem Regenwurm noch etwas Gras haftet. Obst und Gemüse gehören nicht auf ihren Speiseplan.

Zwar könn(t)en Igel ca. 7 Jahre alt werden, aber die Gefahren von Mähdreschern und Autos reduzieren die durchschnittliche Lebenszeit auf leider nur zwei Jahre. Meinen vieren drücke ich allen Daumen – und mir, dass sie hier bleiben und doch lieber auf Igelfutter umsteigen 🙂

Was mich sehr erstaunt ist die Tatsache, dass es hier in meinem Garten vier Igel gibt – die in jeweils zwei Paaren unterwegs sind. Zwei beim Naturkratzbaum, wo sie am futtern sind und die zwei beiden anderen direkt an der Katzenfutterstelle.

Leider aber haben die Igel Mitbewohner: sie sind berüchtigt dafür, dass zwischen ihren Stacheln viele Zecken und Flöhe wohnen. Deshalb werde ich das Mittelchen, welches normalerweise die Katzen bekommen fein dosieren und eine Katzenration auf vier Igel verteilen. Das könnte so ungefähr hinkommen. Ebenso will ich es mit der Entwurmung machen. Denn ich sehe schon Kotreste, die für mich nicht so „gesund“ aussehen.


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