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Weihnachtsbaum mit Wurzel einpflanzen

Mal sehen, ob es dieses Jahr funktioniert: einen Weihnachtsbaum mit Wurzel im Garten anzusiedeln.

In den vergangenen Jahren – ich hatte gewartet bis die Erde frostfrei war und ihn eingesetzt – war seine Lebensdauer recht kurz.

Ich werde in dieses mal im Topf lassen und an einem geschützen Platz (mit Styrpor bzw. Luftpolsterforlie umwickelt) bis März/April warten. Denn nicht nur, dass die Erde zuvor zu hart sein kann, der Baum kann im Winter schwer anwurzeln und damit kein Wasser aufnehmen, eventuell das Problem meiner „Tannen-Vorgänger“.

Hilfreich könnte es sein, etwas Sand mit in das Erdloch zu schaffen, dadurch könnte er vielleicht leichter Wurzeln bilden und das mit der Staunässe kann so vielleicht auch unterbunden werden.

Piniensamen

Angefangen hatte es damit, dass ich in der Weihnachtszeit von Marina einen Pinienzapfen geschenkt bekam, der sich bei Wärme öffnen sollte und dessen Samen essbar seien. Nun, mit der Wärme, das war ein Fall für sich: nur beim Legen auf die Heizung sprangen die Samen aus dem Zapfen.

Dieser ca. 1 cm lange Pinienkern kommt mit einer schwarzen Schale aus dem Zapfen, der wirkt, als sei er verrußt. Deshalb auch die Schwärze unter den Samen.

Nun, ich würde ja gerne ein Pinienbäumchen ziehen, aber so ganz einfach scheint das nicht zu sein, hatte ich gelesen. Denn Pinien gedeihen normalerweise nur im Mittelmeerklima in Meeresnähe wirklich gut. Wintergartentauglich sind sie ebenfalls nicht und wenn man sie mit den Oleandern und Zitrusbäumchen zusammen einwintert, würden sie zumeist eingehen….

Im Winter sollten Pinien hell um die 5° stehen.

Gelesen habe ich nun, dass die Keimung nach Stratifikation (Gefrierbeutel mit feuchtem, nicht nassem, Sand im Gemüsefach) der Pinienkerne relativ unproblematisch und rasch (10-14 Tage) gehen würde. Allerdings würde ich nach meinen Erfahrungen die Keimlinge sofort in entsprechende Blumentöpfe vereinzeln. Am besten wohl ein durchlässiges und relativ lockeres Substrat. Gartenerde, die bei Trockenheit hart wird, dürfte nicht zu empfehlen sein. Besser dürfte eine Mischung aus Blumenerde mit etwas Sand oder feinem Kies sein, somit nehme ich Mo’s Tip mit Seramis wieder zur Grundlage.

Dann soll man-/frau sie wohl auf keinen Fall zu warm stellen, sonst droht der frühe Tod durch Umfallen. 10-15 Grad, nicht wärmer. Es soll sogar funktionieren, die Keimlinge bei 0-5 Grad draussen, geschützt unter einem Dach, zu halten. Mit etwa 6 Monaten und ca. 5-10 cm Größe werden sie dann wohl direkt ausgepflanzt.

Da noch etwas an Samen zu kommen scheint, werde ich einen Teil einpflanzen und einen Teil tatsächlich in den Kühlschrank legen. Denn es sei wohl so, dass Pinus pinea-Samen müssen stratifiziert werden. Man sollte sie mindestens 6-8 Wochen in einem Sandgemisch bei ca. 4-6 Grad lagern und erst dann bei 20-25 Grad aussäen. Aber mal ehrlich, die Kerne haben doch im Zapfen ewig lange gelagert, wenn auch bei etwas mehr als 4 – 6 Grad 😉

Mittlerweile da sind meine Keimlinge, die nicht in die Kälte gelegt wurden. Es lässt sich abwarten, wie oder ob es mit den Keimlingen aussieht, die einige Tage im Kühlschrank verbracht haben. Sie wurden später eingesetzt und somit kann nich noch nichts über eventuelle Besserungen oder Änderungen im Keimprozeß sagen.

Heute, am 3.5.2008 habe ich eine der Pflanzen ins Freie gesetzt und hoffe, sie fühlt sich in der Sonne wohl bzw. kommt den kühleren Nachttemperaturen klar.

Am 26. Mai 2008 sehen die Samen so aus – ein zweiter Nadelkranz bildet sich aus der „Mitte“.

Am Besten ging es den Pflanzen, die immer am Fenster, aber im Hause verblieben waren. Nach nunmehr einigen aufgezogenen und verschenkten Pflanzen habe ich nun im Herbst 2009 eine etwas exotischere Variante aus den Samenkernen ziehen dürfen. Es dürfte sich wohl (falls dieses Pflänzchen überlebt) dann um eine Art Pinienbusch handeln.

Zu kaufen sind Pinienbäumchen beispielsweise hier.



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