Archive for the ‘Palmen und Exoten’ Category

Citrusfrüchte

Die Größe/Höhe meines Mandarinenbäumchensmand201605 macht mir zusehends Probleme: ist er doch zu groß und zu schwer geworden. So schön …. aber wo überwintere ich demnächst meinen Freund, der nun über 1,70 m Höhe ist bei noch nicht einmal 10 Jahren.

Bemerken konnte ich, wie gut ihm Citrusdünger und die zugehörige, wenn auch teure Erde bekommt.

Seit rund einem Jahr bekommt er regelmässig neue Spezialerde für Citruspflanzen – hier eine große Auswahl und Kaufmöglichkeit – Diese Erde sei geeignet für mediterrane Kübelpflanzen wie Zitrus- und Olivenbäume. Hochwertige Rohstoffe (Weißtorf, Schwarztorf, Perlite und Tonmineralien) sorgen lt. Hersteller für eine gute Nährstoffspeicherung und verbessern die Wasserführung.

zidueEbenfalls Spezialdünger für Citruspflanzen, hier zu beziehen, alle vier Wochen verabreicht erfreut mein Bäumchen. Hier soll, lt. Hersteller, der hohe Eisenzusatz verhindert die häufig auftretenden Gelbfärbungen aufgrund von Eisenmangel verhindert werden. Mein Bäumchen hat wirklich keine Blätter abgeworfen….

Bis ich dieses Mandarinenbäumchen richtig überwintert habe hat es bald 10 Jahre benötigt… Leider ist der einzige richtige Ort – kühl und hell – im Obergeschoss. Eine enge, kleine Treppe, für den Baum, der immer höher wird und ausgestattet mit dornenähnlichen Spitzen …. Eine Freude….
mand2015

Etwas über 10 Grad erhielt das  Bäumchen als Temperatur; hell gestellt. Es hat erstmalig keine Blätter verloren und (was es meiner Information nach ganz selten gibt, ich kenne nur Zitrusfrüchte mit dieser gleichzeitigen Blüte und Fruchtstand) Früchte und Blüten befinden sich gleichzeitig am Baum. Dieser ist mittlerweile rund 1,50 m hoch und mit einem Durchmesser von ca. 75 cm recht stattlich …. also nicht so ganz einfach vom Obergeschoss wieder in den Garten zu bringen. Dort nämlich darf er ab den Eisheiligen den Sommer verbringen.
Bei dieser Art von Überwinterung sind die ersten Blüten im März aufgetreten.

Der Mandarinenbaum wurde bisher jedes Jahr ins Freie und gegen Oktober wieder in die Wärme gestellt. Im Regelfall begann es Anfang Dezember zu blühen, so auch 2014.

Ich werde es zukünftig nicht mehr ins Freie stellen da ich den Eindruck habe das umgewöhnen ist für das Pflänzchen, welches nun doch schon einige Jahre auf dem Buckel hat und in den letzten Jahren keine Früchte mehr getragen hat, anstrengender als sich nur in der Wohnung aufzuhalten. Auch bei meinen Bananenpflanzen musste ich feststellen, daß diejenigen, die im Haus verblieben waren, schöner sind als diejenigen, die ins Freie durften.

Dieses Mandarinenbäumchen hatte ich zum Zeitpunkt des folgenden Bildes das dritte Jahr. Jedoch wäre es gelogen zu sagen es ist einfach dieses kleine Ding am Leben zu halten.
mandarinenbaum
2007, war es ab April mild und das Bäumchen konnte bereits im April ins Freie. Ich habe die kahlen Stellen, an denen sich nach rund 2 Wochen Aufenthalt im Freien kein neues grün gebildet hatte, abgeschnitten. Einige Wochen späte trieben rund um diese abgeschnittenen Stellen wieder neue Zweigansätze. Im Juli 2007 befanden sich noch keine Blüten an der Pflanze.

So problemlos der Sommer ist, so ängstlich werde ich im Winter wenn die Pflanze ins Haus muss. Nun nämlich wirft sie, aufgrund der Lichtumstellung, die Blätter und bei mir beginnt das Bangen ob ich sie wohl heil ins nächste Frühjahr bringen werde.

Zuweilen reagieren sie sehr empfindlich auf kalkhaltiges Wasser. Zum Glück meines Pflänzchens steht es beim Naturkratzbaum und einer Regentonne. Somit ist diese Gefahr schon einmal reduziert. Selbiges gilt für den Wind, den sie auch nicht mögen – egal ob warm oder kalt. Bei mir stehen sie an der Hausmauer, also recht geschützt.

Vereinzelt sind sie empfindlich gegen Schildläuse. Dagegen hilft ein ölhaltiges Konzentrat (Wirkstoff: 75 % Paraffinöl), das mit Wasser verdünnt über alle Blätter und das Stämmchen gesprüht wird. (Para Sommer von Stähler Agrochemie GmbH & Co. KG 2160 Stade) Die Ölmischung entzieht den Schildläusen die Lebensfähigkeit und nach einiger Zeit sind die Schildläuse abgestorben und ganz leicht abkratzbar.

Während der Winterfrische sollte er es sehr hell und kühl haben, sonst lässt er schnell die Blätter fallen.

Mai 2010

Er steht nun schon seit den ersten Apriltagen im Freien.

Mein Mandarinenbäumchen hat es mir gedankt, dass es seit Herbst in der Wohnung alle paar Tage mit Wasser aus dem Wassersprüher bestäubt wird: es hat kaum Blätter verloren und steht nun glücklich im Freien.

Andenbeeren

Juhu, im August 2014 die ersten reifen Früchte der Andenbeere, die auch noch super schmecken.


Im Juni 2014 kann ich Euch nun die Blüten und die entstehenden Früchte der Andenbeere aus „Eigenzucht“ zeigen. Natürlich sind die Früchte noch nicht reif und ich hoffe auch, dass kein Hagel oder ähnliches reife Früchte verhindern wird. Im letzten Jahr gab es welche aber…. die Pflanze hatte ich jung im Juli bekommen und bis Oktober wurden die Früchte nicht komplett reif. Sie reiften im Haus nach, aber unter Sonne reifen ist anders.

In diesem Jahr wurde es anders weil ich diese Pflanze bereits ab Oktober 2013 vorgezogen hatte, sie konnte also viel früher als hätte ich sie jetzt gekauft die Blütenansätze bilden und dadurch Früchte entstehen lassen.

2014, im zweiten Jahr des Ursprungsstockes, gibt es die Originalpflanze nicht mehr – der zu heiße Mai hat sie geschafft, im wörtlichen Sinne. Die jedoch zuvor abgeschnittenen Ausläufer sind alle!!! angewachsen. Die Pflanze, die, die älteste ist hat bereits Fruchtansätze, jetzt im Juni 2014.

Wohl mehrjährig, nicht aber winterhart ist diese stark wachsende Pflanze die von einem halben bis zu zwei Metern hoch werden kann. Sie besitzt eiförmig-zugespitzten Blätter und weich behaarte Stengel. Die ursprüngliche Heimat der Andenbeeren sind die Anden Perus und Chiles. Von dort brachte man die Pflanze Anfang des 19. Jahrhunderts nach Südafrika und später nach Australien. Heute werden die leckeren Beeren nicht nur dort, sondern auch in den USA, Neuseeland, Indien und Südfrankreich angebaut.

Boden und Standort

Andenbeeren sind wärmebedürftige Pflanzen. Geben Sie ihnen einen geschützten und vollsonnigen Standort mit lockerem Boden, der sich schnell erwärmt. In Gebieten mit frühen Herbstfrösten ist der Anbau nicht empfehlenswert, hier kommen die Früchte kaum zur Reife. Am besten gedeihen Andenbeeren im Weinbauklima. Eine Vielzahl von Anbauversuchen hat zudem ergeben, dass sich die Andenbeeren nicht gut für die Kultur im Gewächshaus eignen. Zwar kann hier früher geerntet werden, aber die Pflanzen bringen mehr Blattmasse und weniger Früchte als im Freiland hervor. Zudem schmecken die Früchte weniger süß und aromatisch.

Hülle der unreifen Frucht. Die Kapstachelbeere (Physalis peruviana), nach dem botanischen Gattungsnamen oft verkürzt Physalis, aber auch Andenbeerrgamentartigen Lampionhüllen steckenden orangegelben Früchte schmecken süß-säuerlich, ihr Aroma erinnert etwas an Stachelbeeren. Deshalb und wegen des Anbaus in Südafrika trägt die Andenbeere auch den Namen Kapstachelbeere. Die mit der Tomate verwandte Pflanze lässt sich genauso leicht wie diese im Garten kultivieren.

Zamiopalme

auch Zamioculcas genannt ist eine robuste und pflegeleichter Zimmerpflanze, die bei uns erst seit 1996 bekannt ist.

Je heller sie steht, desto schneller der Wuchs und umso heller werden die Blätter. Wird sie schattig gestellt, wächst sie zwar etwas langsamer, dafür entwickeln die Blätter ein sehr kräftiges, dunkles Grün. Sie liebt es hell bis halbschattig, verträgt Schatten, aber keine volle Sonne!

Bevorzugt wird von ihr eine normale Zimmertemperatur, im Winter reichen 15° aus. Die Zamioculcas ist relativ anpassungsfähig. Hält man die Pflanze gleichmäßig feucht und nur im Winter etwas trockener, geht die Pflanze in der winterlichen Ruhezeit nur wenig zurück und präsentiert sich im Frühjahr rasch wieder in voller Schönheit. Hält man die Pflanze aber insgesamt trockener und gießt im Winter fast gar nicht, trocknet sie im Extremfall bis zu den verdickten Basen der Blattstiele zurück. Entsprechend lange braucht die Pflanze nach Gießbeginn im Frühjahr, um wieder üppig im Laub zu stehen. Solche „Wechselbäder“ schaden ihr aber nicht, da sie es von ihrem natürlichen Standort gewohnt ist.

Meine Pflanze ist über 1 m hoch und ich werde, wenn ich mal mutig bin, sie zu vermehren.Diese geht durch Teilung oder mit Blattstecklingen, was jedoch ein monatelanger Prozeß sein kann, ähnlich den Bananensamen.

Wohl fühlt sie sich (wie bei mir in) Universalblumenerde oder Palmenerde. Alle paar Monate erhält sie ein Düngestäbchen und wurde erst umgepflanzt, als ihre Wurzeln schon drohten den Topf zu sprengen.

Ursprünglich stand sie bei meiner Mutter an einem sehr hellen Platz und kam nun zu mir in schattigere Verhältnisse. Dennoch schien sie sich sehr gut eingewöhnt zu haben. Sie wurde gestützt durch Vorrichtungen, die eigentlich für Gartenstauden gedacht sind, da die einzelnen Stiele nun doch mit einem Meter und mehr sehr hoch und belastet sind.

Im Regelfall kann sie 40-60 cm werden, wobei ich mich aber hoffentlich bei guter Pflege auch bis zu den bereits erreichten 1,50m „hoffen“ kann.

Diese hier ist eine Jungpflanze mit ca. 20 cm Höhe, die ich im Januar 2011 verschenkt habe.

Zamiopalmen sind beispielsweise hier käuflich zu erwerben.

Plumeria mit Küchenpapier zum Keimen bringen

Versuchen Sie es doch einmal und ziehen sich Ihre eigene Plumeriapflanze. Bekannt sind diese Sukkulenten auch unter den Namen Pagodenbaum, Tempelbaum, Jasminbaum oder Frangipani.

Aus Samen gezogene Plumerias weichen meist in der Farbgebung von den Mutterpflanzen ab. Bei diesen Samen erhalten Sie vielleicht völlig neue Blütenfärbungen wobei sie sich schon an der Blütenfärbung der Mutterpflanze orientieren können. Die Lueng Thamm Plumerias aus Samen zu ziehen macht Spaß und ist aufregend.

Auch wenn wir berücksichtigen, dass diese Pflanzen in asiatischen Ländern eine besondere Bedeutung besitzen. Gelten sie doch dort als Sinnbild der Unsterblichkeit (Tod und Wiedergeburt) daher findet man sie dort sehr oft bei Tempelanlagen und Friedhöfen. Die Blüten verströmen einen umwerfenden Duft und deshalb werden sie auch für die berühmten Blütenkranze verwendet. In den Tropen sind sie ein Alltagsgewächs, welches dort fast ganzjährig blüht.

Ich selber will es versuchen an den Samen von Plumeriasamen
Frangipani – Lueang Thammasart in der Blütenfarbe : regenbogenfarben bzw. orange / gelb / rot ….
Frangipani – Aussie Pink – Blütenfarbe : pink mit gelbem Zentrum und diese Pflanzen habe ich bezogen vom Exotenversand, der Frangipani, Adenium und andere exotische Pflanzen und Samen liefert. Dort befindet sich auch eine leicht verständliche Frangipani Pflanzanleitung.

Aus Samen gezogene Plumerias sind in der Blütenfärbung meist nicht identisch mit der Mutterpflanze, da die Insekten bei der Bestäubung nicht darauf achten sich nur an gleichen Pflanzen zu „bedienen“. Auf diese Weise können Sie, auch wenn es lange bis zur Blüte dauert (ca. 3-6 Jahre), neue Varietäten dieser tollen Pflanze erhalten.

Ich selber werde einen anderen Weg versuchen, durch den vielleicht sogar mehr Erfolg angezeigt ist als durch das Eintopfen: die Küchenpapiermethode.

benötigt werden pro Samen/Samengruppe
3 Blätter Küchenpapier, eine Blumenspritze und ein Folienbeutel, eventuell Wäscheklammern
ein wasserfester Stift oder Klebeetiketten oder wie in meinem Fall Klarsichthüllen.

Drei Blätter Küchenpapier werden auf eine glatte Fläche gelegt. Die Samen werden auf dem mittleren Haushaltspapier ausgebreitet. Am besten mit den Flügeln nach oben. Wenn nämlich der Samen nach unten zeigt, wo sich später auch die Wurzel entwickeln wird, ist das Eintopfen später leichter.

Das rechte und das linke Haushaltspapier leicht mit Wasser bestäuben, keinesfalls so, daß es tropft. Im Anschluß das rechte Blatt auf die Mitte legen und dann das linke Blatt auf die Mitte legen (es geht natürlich auch umgekehrt 🙂 Evtl. leicht mit Wasser bestäuben, es darf keinesfalls tropfen! Dennoch sollten die Samen sichtbar sein.

Nochmals falten (dabei aber bitte nicht die Samen verletzen) und in einen Folienbeutel legen. Innerhalb dieser Folie entsteht eine Art Gewächshausklima und das Wasser geht „quasi durch einen eigenen Wasserkreislauf“. Es kann von einigen Tagen bis zu drei Wochen dauern, bis die Samen keimen.

Je nach Möglichkeit diesen beschrifteten Beutel entweder mit Wäschklammern oder in eine Schublade geklemmt an einem relativ warmen, aber dennoch schattigen, Ort aufhängen.

Sinnvoll ist es, die Samen so aufzuhängen, dass Samen entweder längs in das Küchenpapier gelegt werden, oder aber später so in die Folie eingebracht werden, dass die „Flügelchen“ nach oben sehen und nicht zur Seite. Da die Wurzeln nach unten wachsen. So wird es mit dem Eintopfen leichter 😉

Die Sämlinge hassen nasse Füsse. Der Gewöhnungsprozeß an die Sonne dauert nach der Keimung länger und erst langsam sollten die jungen Pflänzchen innerhalb eines Jahres an volles Sonnenlicht gewöhnt werden.

Die Samen dürfen auf keinen Fall austrocknen – alles muss leicht feucht beleiben! Jetzt heißt es also „Daumen drücken“, dass es funktioniert und in Küchenpapier die Plumerias keimen.
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Stark zwei Wochen hat es bei mir gedauert bis die Wurzeln gut sichtbar waren. Am besten nach dem Ablauf von 7 Tagen täglich kontrollieren. Wir wollen ja nicht, dass die empfindlichen Wurzeln sich durchs Küchenpapier arbeiten und wir sie bei einem Rettungsversuch verletzen.

Es ist ein Freude, und ein ganz besonderes Gefühl, zu sehen, wie Exoten ihre ersten Wurzeln ausstrecken. Bei den Plumerias scheinen sich die Mixed Hawai noch etwas Zeit lassen zu wollen, während die Lueang Thammasart alle fünfe nun mit Wurzeln ausgestattet sind.

Ich habe sie nun in Erde eingepflanzt und versucht, mittels eines kleinen Tütchens eine Art „Gewächshausklima“ herzustellen. Ob das sinnvoll ist weiß ich noch nicht. Harry Potter bekommt die „normale Version“ des Einpflanzens.

Aussie Pink bereitet mir ebenfalls die Ehre. Dazu aber später. Hier sind, zumindest vier Samen zu Wurzeln gekommen.


Alle 5 sind am 24.4.2008 mit kräftigen Wurzeln, rund 1 bis 1,5 cm ausgestattet. Für einen Laien wie für mich wirken die Aussie Pink als die kräftigsten. Ob es tatsächlich so sein wird, wird die Zukunft zeigen.

Mixed Hawai sieht irgendwo so aus, als hätten sie nicht vor mir die Freude zu bereiten auszutreiben. Erstaunlich, da sie ebenso behandelt wurden wie die anderen Plumerias und an selbiger Stelle „aufgehängt“ waren.
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Eine verrückte Idee war es vielleicht, die Erdtöpfchen in einen Plastikbeutel zu setzen um eine Mini-Gewächshausatmospähre zu verbreiten. Bisher scheint es den Pflanzen gut zu bekommen.

Die eine oder andere Pflanze hat bereits die Flügelchen abgestreift und steht nun als Setzling im Blumentopf.


Am 3. Mai zeigt sich bei einer Sorte bereits das zweite Blattpaar, während bei anderen noch die Flügelchen abgestreif werden müssen. Alle Pflanzen – außer den Mixed Hawai – scheinen sich vom Samen in Plumeria und nun zur Pflanze zu entwickeln.

Adenium

Sie ist eine farbenprächtige Wüstenrose, deren Grundfarbe pink ist. Es entstehen durch Züchtungen jedoch immer neue Varianten. Blütenfarben von reinweiß bis zu sehr dunklem rot sind möglich. Neueste Züchtungen bringen sogar gelbe Blütenkelche hervor. Gesehen beim Exotenversand.de, der Frangipani, Adenium und andere exotische Pflanzen und Samen im Programm hat, wo verschiedene Züchtungen der Wüstenrose angeboten werden.

Eine wunderbare Winterpflanze, die kein Problem mit trockner Luft hat und uns somit unsere Heizperioden verzeiht.
Im Frühjahr bekommt sie wunderschöne Blüten; im Herbst folgt häufig – nach einer kurzen Ruhezeit – noch einmal ein zweiter rosa Blütenschwung.
Was im Frühjahr in unseren Blumengeschäften als Wüstenrose verkauft wird, ist fast immer ein etwas eigenartiges Züchtungsergebnis: in der oberen Hälfte ein verzweigter, sukkulenter Stamm mit schmalen Blättchen und auffallend schönen Blüten, in der unteren Hälfte ein dünnes Stämmchen vom Oleander als Pfropfunterlage. Diese Zusammensetzung hat ihren Sinn: Auf ihren eigenen Wurzeln wachsen Wüstenrosen langsamer und sind sehr empfindlich gegenüber Staunässe. Im Winter wirft die Wüstenrose oft den größten Teil ihrer Blätter ab.
adenium
Drei Arten der Adenium obesum habe ich hier in Samenform (Beauty Cloud, Star Studded Sky und Harry Potter) vom Exotenversand. Diese blühen normalerweise im April, wenn das Licht zunimmt. Sie gehört zu den Hundsgiftgewächsen, ist also giftig! Ihre Heimat ist Ostafrika, somit fühlt sie sich wohl in Gebieten mit feuchten Sommern und trockenen Wintern.

Mein größtes Problem wird sein ihr die sonnigsten Möglichkeiten hier im Haus bieten zu können. Denn Sonnenlicht ist ihr Grundbedürfnis. Je heller sie stehen kann, desto größer ist die Chance auf eine schöne Blüte.
Da sie im Sommer auch als Kübelpflanze an einem warmen geschützten Platz im Freien gehalten werden kann werde ich, sofern sie als Pflanze ihren Kopf aus der Erde steckt, ihr diesen Luxus gönnen. Wichtig ist für sie, dass Lichtmangel und zu niedrige Temperaturen vermeiden werden.

Überwintert wird die Pflanze hell bei Temperaturen zwischen 10°C – 25°C. Weil sie Wärme liebt stört es sie auch nicht in den Wintermonaten im geheizten Wohnzimmer zu stehen. Genau das beschleunigt nämlich ihr Wachstum. Wird sie kühler gestellt, bei ca. 12-15 Grad, beginnt ihre natürliche Ruhepause mit fallenden Blättern. Aber: bei einem kühlen Stand muss man auch entsprechend weniger gießen. Sie übrigens verzeiht uns wenn wir sie nach oder gegen das Licht drehen.

Während der Hauptwachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbst müssen Sie regelmäßig gießen. Aber: Vor allem wurzelechte Pflanzen vertragen keine nassen Füße. Prüfen Sie deshalb immer erst mit dem Finger, ob die Erde schon leicht angetrocknet ist. Im Winter werden Pflanzen am kühlen Platz weniger gegossen. Gedüngt wird mit Kakteendünger, von März bis Oktober.
Die beste Zeit zum Umtopfen liegt zwischen der ersten und der zweiten Blüte. Hier kommt es wieder darauf an, ob Sie eine gepfropfte oder eine wurzelechte Pflanze haben. Die erste liebt einen nährstoffreichen Boden, die zweite schätzt eine Mischung aus Erde und sehr viel Sand oder Ziegelsplitt. Wenn die Wüstenrose zu groß wird, kann man sie – am besten im Juli – um die Hälfte der Trieblänge zurückschneiden. Frisch umgetopfte Pflanzen allerdings sollten frühestens nach vier Wochen gestutzt werden..

Was ich hier versuche ist die standardmässige Anzucht aus Samen. Es soll auch möglich sein, Kopfstecklinge zu schneiden. In diesem Fall sollen dann die Triebspitzen ein bis zwei Tage abtrocknen.
Der Standort für die Aufzucht der Wüstenrose (adenium obesum) sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad sein. Sollten sich die Samenhülsen nicht von alleine lösen, dann sollte man-/frau vorsichtig nachhelfen.

Weh und ach gibt es wenn es unseren Pflanzen nicht gut geht. Wenn sie beispielsweise zu dunkel stehen, so kommen wenige oder keine Knospen.
Bei zu wenig Wasser wird erst die Blüte welk, dann die Blätter. Als Folge trocknen dann die Blätter von der Spitze her ein und fallen ab. Auch Schildläuse können auftreten. Harte und braune Panzer an Blättern und Trieben zeigen uns, dass diese Schädlinge hier versuchen Nahrung zu bekommen. Daran hindern kann man sie durch das Abkratzen der Schädlinge mit einem Messer.

Ich fasse es nicht: Harry Potter „kommt“. Was war das heute für eine Freude, das erste Grün aus den Ardeniumtöpfen zu erblicken.

Dachte ich doch, dass das schief gegangen war. Eingepflanzt am 10.4.2008 habe ich sie nur besprüht, um sie ja nicht zu ersäufen. Das war einfach zu wenig. Ein guter Schluck Wasser, abtrocknen lassen und wieder ein gesunder Schluck, scheint den Adenium am Besten zu bekommen. In glücklichen Fällen sind bereits nach 3-5 Tagen schon die ersten Keimlinge erschienen. Eben nicht bei mir ….
Eigentlich sollte das kleines Würzelchen das Samenkorn nach oben drücken. Eventuell müssten wir Hobbygärtner die Samenhülle lösen (deshalb mehr Wasser, als ich ursprünglich verabreicht hatte). Bei zu wenig Wasser können sich die Pflänzchen nicht aus dem Samenkorn befreien, bzw man/frau muss dann ein bisschen nachhelfen.

Etwas misstrauisch wurde ich, als ich die Samen an der Oberfläche sah, die aber keine Wurzeln hatte. Vor 5 Tagen bekam „klein Harry“ also gut Wasser, heute wieder – und schon strahlte er mich an 🙂

Heute, am 23.4.2008 blickt Star Studded Sky zumindest mit einer Pflanze in die Sonne:

Am 24.4.2008 war zu entdecken, dass Beauty Cloud’s dreifach zartes Grün in die Höhe strecken.
Bei meinen Licht- und Wärmeverhältnissen bedeutet das für mich persönlich: rund 5 Tage, bis die Pflanzenköpchen sich im Sonnenlicht sehen lassen. Und es bedeutet immer gut feucht halten. Zwar habe ich es vermehrt anders gelesen, nämlich vorsichtig gießen, jedoch meine Pflanzen hatten nach dem ersten Nicht-Erfolg recht viel Wasser bekommen und reagierten.

Nun werde ich versuchen sie jeden Tag zu besprühen und die Erde sobald sie abgetrocknet ist wieder feucht zu halten. Ich hoffe nicht mehr mit zu wenig Wasser 😉

Rund 7 Tage, nachdem alle Pflanzen viel Wasser bekommen haben sind alle 5 Samenkörner pro Sorte aufgegangen. Vermutlich sind meine Licht-/Temperaturverhältnisse anders als bei anderen Gartenfreunden. Überall hatte ich gelesen „nicht zu viel Wasser“. Meine Pflanzen bekamen viel – um nicht zu sagen, der Topf war immer nass.

Am 3. Mai 2007 sind sie nun ca. 7 – 10 cm hoch geworden und wirken stabil und gesund. Ich halte die Erde gut nass, wobei sie auf einer Nachtspeicherheizung steht und somit tropisch warm gehalten wird bzw. werden.

Im Jahr 2011 – nach einem Umzug vor zwei Jahren haben sich die einen oder anderen Pflanzen erholt, andere leiden unter dem mangelnden Licht in meinem Hexenhäuschen.

Curcuma – Safranwurz

Eine der Pflanzen, deren schönen Blüten zum „zu viel“ gießen verleiten um dadurch im dümmsten Fall einen Pilz zu fördern.

Sie wünscht sich einen hellen Platz bei Zimmertemperatur, sie will regelmässig wasser um nicht zu verdursten, zuviel des Guten aber ist schädlich für sie.

Wird es winterlich, so ziehen sich die Blätter der Curcumapflanze zurück. Wichtig ist es nun diese Knollen der Kurkuma richtig zu lagern, damit sie im Frühjahr wieder aufs Neue austreiben können um neue Blüten zu bilden. Aber auch bei sorgfältigster Pflege kommt nicht immer ein neuer Blütenstand.

Idealerweise werden die Knollen überwintert, die zuvor ausgetopft wurden. Für diese sind Temperaturen von mindestens 12 Grad, ideal sind 18 Grad ideal zum überwintern. Die se Überwinterung ist auch dunkel möglich. Die Knollen müssen vollständig trocken gehalten werden.

Ab Ende Februar kann nun für sie das Frühlingserwachen beginnen indem wir sie zum Antreiben heller und wärmer stellen. Erst nur mäßig gießen, bis das Laub voll entwickelt ist. Danach leicht feucht halten und nur alle sechs Wochen schwach düngen. Der Standort sollte hell und warm sein, keine pralle Sonne. Das Laub öfter besprühen, trockene Luft lockt die Rote Spinne an.

Zuweilen wird sie auch in den Garten gestellt und wie Dahlien behandelt. Ich für meinen Teil traue mir das nicht, denn zuviel Sonne dürfte schaden – zuviel Regen (wie im Frühjahr 2010 schadet mit Sicherheit)

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr oder durch Teilung. Curcumaknollen findest im Asialaden unter Gelbwurzel. Im glücklichsten Fall gönnt Ihr Eurer Pflanze die Ruhepause und sie kommt hinterher mit „Kindeln“ wieder ans Tageslicht.

Das Kurkuma hat einen scharfen, bitteren Geschmack und wirkt entzündungshemmend, gallefördernd und verdauungsfördernd. Ausserdem regt es die Atmung, die Gebärmutterfunktion und den Kreislauf an.

Olivenbäumchen

ich konnte nicht anders, als diesen kleinen Gesellen mit nach Hause zu nehmen. Das wichtigste wird bei ihm – der auch pralle Sonne verträgt – sein dass er im Winter nicht unter 10 Grad gestellt wird.

Es soll einen schnellen Wuchs besitzen, dieses Pflänzchen aus dem Mittelmeerraum. Wodurch ein regelmässiges Beschneiden möglich und notwendig ist. Aus den einzelnen, beschnittenen Trieben entstehen dann zwei Astverzweigungen. Da die Ästchen leicht sind sind keine Spezialwerkzeuge bzw. Spezialscheren erforderlich. Wer kreativ ist, kann ihn (ähnlich wie einen Buchsbaum) in Form bringen.

In besonders günstigen – aber seltenen – Fällen werden sie 15 m groß, deshalb sind sie als Kübelpflanzen sehr beliebt und zieren Terassen und Gärten.

Sie ist eine der Pflanzen, die bei guter Pflege Früchte verschenkt. Pflegeleicht wie er sein dürfte (und aus trockenen Klimazonen stammt) dürfte er es uns verzeihen, wenn wir mal das gießen vergessen haben sollten.
Bei meiner Pflegeanleitung, Miniform aus dem Handel, steht jedoch „Früchte nicht zum Verzehr geeignet“.

Es handelt sich um die Sorte „Olea europaea“, die schon seit Urzeiten kultiviert wird. Somit aber nur eine Oberbezeichnung, nun, die Zeit wird es zeigen….

Düngen ist eine Sache, über die er sich freut, die aber nicht für sein Überleben notwendig ist. Üblicher Pflanzendünger, erstmalig nach drei Monaten, dann monatlich dürfte ihm vorkommen wie ein nettes Dessert.

Ein wachsames Auge sollte man/frau lediglich haben wenn es um das Auftauchen von Olivenfliegen gehen sollte, die sich in den reifen Früchten einnisten.

Bei frischen Oliven vom Baum am besten sofort das Fruchtfleisch entfernen, damit es bei nicht idealer Lagerung nicht fualt oder schimmelig wird. Unter einem Baum gefundene Samen sind diesbezüglich nicht so anfällig, weil das Fruchtfleisch meistens schon mehr oder minder eingetrocknet ist. Kurz vor dem Auspflanzen wird aber in jedem Fall das Fruchtfleisch entfernt. Ausnahme: Bereits gekeimte Samen.


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